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12.10.2025 | Marktlage Immobilien
Büroflächen werden zu Wohnraum
Die Bundesregierung fördert seit dem 1. Juli 2026 verstärkt die Umwandlung leerstehender Büro- und Gewerbeimmobilien in Wohnraum. Über die KfW können Investoren hierfür einen Zuschuss beantragen. Vorgesehen sind bis zu 30.000 EUR je neu geschaffener Wohneinheit, maximal jedoch 300.000 EUR pro Unternehmen.
Ziel des Programms ist es, in angespannten Wohnungsmärkten zusätzlichen Wohnraum zu schaffen und vorhandene Gebäude besser zu nutzen. Besonders in Großstädten stehen weiterhin zahlreiche Büroflächen leer, während gleichzeitig ein erheblicher Wohnungsmangel besteht. Die Förderung soll die wirtschaftliche Attraktivität von Umnutzungsprojekten erhöhen, ersetzt jedoch keine umfassende Neubauoffensive.
Für Investoren und Unternehmer kann das Programm interessant sein, sofern sich die bauliche Umnutzung technisch und wirtschaftlich umsetzen lässt. Allerdings sind insbesondere energetische Anforderungen sowie die begrenzte Förderhöhe zu berücksichtigen, sodass die Zuschüsse bei größeren Projekten oft nur einen Teil der Gesamtkosten abdecken.
Für den Immobilienmarkt ist die Maßnahme ein weiteres Signal, dass der Fokus der Wohnungspolitik zunehmend auf Umbau, Nachverdichtung und der Aktivierung bestehender Flächen liegt. Ob dadurch kurzfristig spürbar mehr Wohnraum entsteht, hängt vor allem von der praktischen Umsetzung in den Kommunen ab.
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